Über die Leichtigkeit im Auge das sich dreht

… als dass wir erstmals indischen Boden betraten. Ich sehe das Bild zu meinem Blog, ich und das Mädchen am Goldenen Tempel in Amritsar. Dieses Foto schoß ein Freund aus Israel, der Yiftah. Ihn lernte ich kennen als ich zwischen den pilgernden Massen mir einen Weg zum Kern des Tempels schaffen wollte um zu schauen, wo die wundersam durchdringenden Klänge und Laute ihren Ursprung hatten.

Welche Gefühle sind es die mich treiben, wenn ich hier sitze an einem lauen Frühlingsabend, das Fenster geöffnet, den Wind durch die riesigen Baumkronen rauschend an meinem Fenster vorbeiziehen hören, außer dies nur Stille und das Klimpern der Buchstaben der Tastatur… Sehnsucht, Wehmut, Einsamkeit, Lebendigkeit, Freude und Trauer. Noch immer wage ich zu sagen, dass es die schönste Zeit in meinem jungen Leben war. Welch eine Aussage, doch ohne langes Nachdenken, sagt mir dies mein Gefühl. So leicht und frei , so unbeschwert lebendig ich mich fühlte. Vielleicht ist es ein Gefühl, dass viele Reisende, dass Pilger oft verspüren.. Pilgern.. zu heiligen Ort, nicht wissen was morgen dir göttliches erscheint, dass ist Indien, dass ist es, das besonnene Gefühl, dass mir die Zeit geschenkt. Ich möcht nicht sagen, dass sich mein Leben hier und jetzt nicht doch in vollem Glück entwickelt, so ist es nicht, denn fehlen tut es mir an nichts, nein dankbar sein, dass kann und muss ich für die Liebe und die Obhut, die ich hier erfahren darf. Es ist ein Segen solch ein Heim. Doch ist das Heim nicht auch im Herzen? So wird es kommen, dass wir reisen weiter, schon mit Glück, vollendetem, musst weiterziehen, dann wird es leichter, leichter, leichter…

~ von dinaines am Juni 2, 2009.

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